In Liebe. Einklang.

Und die Liebe auf Distanz...

…kurz gesagt, missfällt mir ganz.

Dieser Zweizeiler von Wilhelm Busch bildete den gelesenen Schlusspunkt der A-cappella-Matinee des Seekirchner Vokalensembles Einklang. Unter dem Titel „In Liebe. Einklang“ entführten die SängerInnen, unter der musikalischen Leitung von Roman Öschlberger, die Zuhörerschaft in eine Welt voller Sehnsucht, Herzschmerz und Humor.

 

Das aus allen Nähten platzende Emailwerk erlebte eine, vom Anfang bis zum Schluss fesselnde und bewegende, Vorstellung zur Mutter aller Gefühle.

Schon der erste Titel L.O.V.E. sorgte für begeisterte Stimmung und verband Ensemble und Publikum für die nächsten eineinhalb Stunden mit dem erklärten Ziel, dem Mysterium Liebe auf den Grund zu gehen. Und es wäre nicht Einklang, würde dieses Ziel nicht von wirklich allen Seiten angegangen werden.

 

Mit Stücken wie „Liab I Di – Kriag I Di“ und „I Love My Love“, die jedem einzelnen Zuhörer das Herz bis über den Rand mit Melancholie füllten, bis hin zu ironischen Seitenhieben a la „Diamonds Are The Girls Best Friends“ oder „Big Spender“, beschrieb Einklang alle Aggregatszustände der Liebe. Die letzten beiden genannten wurden schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit ausschließlich von den Damen der Formation wiedergegeben.

 

Passend zum jeweiligen Gefühlszustand des Publikums wechselten gesungene Oden an die Liebe mit berührend vorgetragenen Liebesbriefen. Auch hier reichte die Spannweite von ergreifenden Zeugnissen tiefster Zuneigung, manche davon aus der Feder bekannter Autoren, bis hin zur erheiternden Ablaufskizze eines minutiös geplanten Rendezvous nach Beamtenmanier.

 

Chorleiter Roman Öschlberger versank voll und ganz in seiner Rolle als Wegbereiter der Gefühle. Alleine die SängerInnen auf der Bühne konnten hautnah miterleben, mit wie viel Einfühlungsvermögen Öschlberger sein Ensemble durch die Stücke führte. Selbst hochkomplexe Songs wie das Hawaiianische Liebeslied „Maunaleo“ flossen mit bezaubernder Leichtigkeit durch das Emailwerk.

 

Das Publikum antwortete auf das Zeugnis der innigen Zusammenarbeit nach jedem Stück mit enthusiastischem Applaus. Nicht minder schwer hatte es Leo Fellinger als Moderator des Konzertprogramms. Bestand seine nicht unerhebliche Kunst doch darin, das Publikum durch einen ständig wechselnden vokalen Empfindungsreigen zu begleiten und die gebannten Zuhörer emotional auf die jeweils folgende Lesung vorzubereiten. Offenbar kein Problem für den erprobten Einklang-Moderator.

 

Beendet wurde das offizielle Programm von Mozarts „Warnung“ an alle Väter, ihre Töchter davor zu bewahren, als Appetithappen für allzu forsche Verehrer zu enden. Nach langem tosenden Applaus ließen es die Damen als kleine Retourkutsche dann noch Männer regnen (It’s Raining Men), bevor sich der Mantel der Liebe mit einem „Goodbye Love“ dann endgültig um Einklang legte und sich ein liebevoller Vormittag dem Ende zuneigte.

(mw)

 

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